Dienstag, 17. Dezember 2013

"Heiss" in Borkwalde....:=)

Ja, ich habe schon aufmerksame Leser - und ich habe sie überall...:=) Dieser Tage hat mir Andreas Trunschke eine nette Mail geschickt und auf den Blog von Borkwalde verwiesen.... Borkwalde? Ja, die Leser erinnern sich vielleicht, da kommt Kommissar Calis auf der Suche nach dem Fremdenlegionär hin, nach Maurice, der dann doch eine größere Rolle in "Heiss" spielen sollte.

Nun, Andreas Trunschke hat offenbar "Heiss" mit Vergnügen gelesen und - es gleich auf dem Blog von Borkwalde verewigt:

http://borkwalde.meinortbloggt.de/2013/12/14/heiss-ein-thriller-spielt-auch-in-borkwalde/

Ich hab mich sehr gefreut, grüße hiermit alle Einwohner von Borwalde vor den Toren Berlins, wünsche fröhliche und geruhsame Weihnachtsfeiertage und würde mich freuen, wenn "Heiss" zum Bestseller im Ort wird..:=)

Danke jedenfalls für die netten Worte im Blog der Ortschaft!

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Das Wort zum Mittwoch - oder meine Meinung....


Nachdem das Thema heute in der Leserunde von einer der Teilnehmerinnen angesprochen wurde, wollte ich meine Stellungnahme auch allen zugänglich machen, die nicht an der Runde teilnehmen. Es ging darum, daß begeisterte Fans in LovelyBooks auch immer wieder zum Voten für "Heiss" und mich als Autor aufrufen und daß dies offenbar einigen in der Vergangenheit auf die Nerven fiel.
Hier meine Meinung dazu....

"Ich freue mich sehr über meine Fans und ohne die "Sägen", die immer wieder seit Wochen und Monaten zum Voting aufgerufen haben, hätte es kein "Heiss" in den betreffenden Listen gegeben. 
Denn der literarische Betrieb findet nicht im Verborgenen statt. Im Gegenteil. Wer nicht trommelt, der hat schon verloren auf einem Markt, der hauptsächlich ein Verdrängungswettbewerb ist.
Wir können denken, was wir wollen, aber wir werden an der Realität - die uns in Frankfurt bei der Buchmesse ja vor Augen geführt wurde - nicht herum kommen. Ich schreibe seit 2009 und habe inzwischen 6 Bücher veröffentlicht (und das bei nicht gerade kleinen Verlagen). Trotzdem - von Bekanntheit kann man keinesfalls reden. Da muss mehr passieren und das kann nicht - Verlag hin oder her - nur vom Autor kommen. Da müssen seine Fans hinter ihm stehen, da muss die Werbetrommel gerührt werden und da müssen Leser Werbung für Bücher machen, an die sie glauben. Erinnern wir uns. Wo war denn "Falsch" in den LB- Listen anläßlich der Leserunde im vergangenen Jahr? Nirgends. Das sollte uns eine Lehre sein.
Wenn es auf der einen Seite den Autor gibt, der seine Bücher schreibt (und sich auch noch um die Vermarktung kümmern sollte???), dann gibt es auf der anderen Seite die Buchhändler und dazwischen den Verlag, die beide zwischen dem Schreiber und dem Leser stehen. Ich meinerseits versuche, so viele Leser wie möglich zu erreichen (durch Leserunden und Lesungen) und so viele Buchhändler wie möglich von meinen Büchern zu überzeugen (aber das ist nur in beschränktem Rahmen möglich). Daher - und weil die Buchhändler doch vermehrt auf die LB-Listen schauen - bin ich für die Votingaufrufe (und den damit verbundenen Erfolg) sehr dankbar. Weil nur eine konzertierte Aktion aller Seiten zu einer gewissen Aufmerksamkeit führen wird. Und zu einer weiteren Auflage.
Was nun die von der Leserin angeführte 'Anti-Hoffmann&Campe-Kampagne' betrifft, so muss ich  widersprechen. In der Leserunde hat niemand etwas Falsches geschrieben oder Fakten erfunden, sondern nur Erlebnisse geschildert. Ich könnte noch ganz andere Geschichten erzählen, die ich aber absichtlich nicht hier breitgetreten habe und auch in meinem Blog nicht veröffentlichen werde. Was das Verhalten von HoCa nicht besser macht. Aber noch etwas dazu - der Verlag kann sich jederzeit in der Leserunde äußern, hat es bereits getan und hüllt sich nun in Schweigen zu den letzten Anfragen. Aber das ist nicht mein und nicht das Problem der Leserundenteilnehmer. Ich denke, daß ich mehr als das Durchschnittliche zu dieser Leserunde beigetragen habe.
Als Autor dachte ich immer, Du schreibst Deine Bücher und dann übernehmen andere. Ist aber nicht so und jeder Autor kann davon ein Lied singen. Die einen lauter, die anderen leiser. Ich tausche mich auch mit Kollegen aus und wenn selbst Deinem erfahrenen Agenten die Worte fehlen angesichts der Vorgänge im Verlag, dann hast Du nicht den falschen Agenten...
Medien auf das Buch aufmerksam zu mache - ach, ich habe sogar seit mehr als einem Jahr eine Presseagentin engagiert und selbst die tut sich schwer damit, meine Thriller in die Medien zu bringen. Das kann man nicht an die 'Sägen' weitergeben, sorry, das ist weder ihre Aufgabe, noch liegt es in ihrem Ermessen. Medien werden nur über "Heiss" schreiben, wenn es eine Geschichte zu erzählen gibt oder eine Neuigkeit zu vermelden. "Gerd Schilddorfer hat ein neues Buch geschrieben" ist leider zu wenig. Das geht nur bei Prominenz - und prominent bin ich leider nicht.
Also waren die Votinglisten in LB eine sehr effektive Möglichkeit, auf "Heiss" wenigstens ein bißchen aufmerksam zu machen. Wenn auch nur auf einer Plattform, aber auf einer wichtigen.
Was nun die zwei-Sterne-Kritik in Amazon betrifft, so weiß ich, aus welchem Eck sie kommt und dass sie absolut nichts mit den Tatsachen in der LR zu tun hat. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben, aber das auf die 'Sägen' zu beziehen, das wäre genau jenem Schreiber Wasser auf seine Mühlen gegossen.
Und nun noch zu einem letzten Punkt - die Übersetzung der Bücher. Laß Dir bitte sagen, daß die Übersetzung eines Buches wie "Heiss" ins Englische rund 10.000 Euro kostet. Ich glaube, Du überschätzt die finanziellen Möglichkeiten eines Autors.... Da wären Verlage gefragt und DIE machen es schon nicht. Außerdem - eine Übersetzung ist noch keine Garantie für eine Veröffentlichung, das haben bereits mehrere Kollegen feststellen müssen, die sich die Kosten mit Agentur und Verlag gedrittelt hatten. Sonst hätte ich schon "Ewig" ins Englische übersetzen lassen (was ich damals übrigens bei LangenMüller gehofft hatte).
Fazit - ohne Voting-Aufrufe wäre "Heiss" in den LB-Listen genau so leer ausgegangen wie ein Jahr zuvor "Falsch". Und wir hätten jede Menge Aufmerksamkeit verschenkt. Denn ein Buch kann noch so gut sein. Wenn es nicht in Stapeln beim Buchhändler liegt, nicht in den Medien vorkommt und nicht beworben wird, dann wird es untergehen. Weil ein Hype nunmal einen Auslöser braucht. Es gibt Ausnahmen, bestimmt, aber die sind selten. Wie wäre es sonst erklärlich, dass selbst nach sechs erschienenen Büchern in den letzten Jahren immer wieder erklärte Thriller-Fans schreiben "Schilddorfer? Nie gehört...".
Das nur so zum Nachdenken, das Wort zum Mittwoch...."

Endlich mal kein „Schablonenbuch“…

Kriminudel ist der Nick von Barbara, einer der Stützen der "Heiss" Leserunde. Ihre Begeisterung steckte andere an, sie rief unermüdlich zum Voten in den betreffenden Listen bei LB auf und fand sogar noch im urlaub Zeit, sich im Hotel einzuloggen und an der Leserunde teilzunehmen. Heute hat sie ihre Rezension online gestellt und - ich hab mich sehr darüber gefreut. Hier ist ihre Besprechung von "Heiss":

"Die Geschichte:
Eine mörderische Jagd nach dem größten Geheimnis der Antike.
Ein alter, weiser Künstler im Hindukusch, grausam ermordet. Eine schöne Archäologin, niedergestochen in Alexandria. Ein Berliner Nachtwächter mit durchgeschnittener Kehle. Die Spuren führen zu einem sagenumwobenen Grab in der Sahara, seit Jahrhunderten bewacht von Skorpionen, dessen Geheimnis so kostbar ist, dass Menschenleben wenig zählen ...
John Finch, der nicht mehr ganz junge, dafür umso tollkühnere Pilot, erhält einen fast unmöglichen Auftrag: Er soll den Polizeichef einer pakistanischen Kleinstadt ausfliegen, der hinter dem Mord an dem alten Mann westliche Geheimdienste vermutet und so plötzlich zum Gejagten wird. Für Finch ist kein Auftrag zu gefährlich - doch in Europa angekommen, beginnt für Finch und seine Verbündeten ein Wettlauf um ihr Leben. Sie haben in ein Wespennest gestochen: Ihre Gegner sind nichts weniger als dem unbekannten Grab Alexanders des Großen und einem verschwundenen Geheimdienstarchiv auf der Spur. Eine atemlose Jagd rund um den Globus und quer durch die Zeiten beginnt ...

Der Autor:
Gerd Schilddorfer wurde in Wien geboren. Seine jounalistische Laufbahn begann bei der Austria Presse Agentur; sechs Jahre lang war er Chefreporter bei der TV-Serie »Österreich II« im Team von Dr. Hugo Portisch.
Heute arbeitet er als freier Journalist und Fotograf in Wien, Berlin, Niederösterreich und wo immer es ihn hinverschlägt.

Er ist nicht nur ein toller Autor, sondern auch ein wunderbarer Mensch. Die Leserunde in „Lovelybooks“ hat inzwischen über 4.200 Posts und Gerd Schilddorfer begleitet diese Leserunde einzigartig. Er geht auf jeden Leser, auf jede Frage und auf jede Anmerkung ein. Jeder einzelne Leser ist ihm wichtig und erhält seine volle Aufmerksamkeit.

Meine Meinung:
Auf dem Markt gibt es eine Fülle an Krimis und Thrillern. Leider musste ich in der Vergangenheit oft feststellen, dass man über viele Bücher eine Schablone legen kann. Die Geschichten fangen mit einem oder mehreren Morden an, es folgen mehrere Spuren, die zum Täter führen und zum Schluss kommt die Aufklärung mit einem mehr oder minder furiosen Ende. Schön, aber leider oft auch langweilig.

Bei „Heiß“ ist alles anders und damit hebt sich dieses wunderbare Buch wohltuend von der Masse ab. Es beginnt extrem spannend und bei einer abenteuerlichen Reise um die halbe Welt lernt man in verschiedenen Zeitabschnitten die unterschiedlichsten Menschen und Orte kennen.
„Heiß“ ist voller interessanter Persönlichkeiten, geprägt von einem feinem Humor, übervoll mit geschichtlichen Fakten, mit extrem gut beschriebenen Handlungsorten und - das Ganze auch noch voller Spannung, die bis zum Schluss erhalten bleibt.

Oft hatte ich bei anderen Büchern auch den Eindruck, dass die Autoren irgendwann merken, dass sie nun zum Ende kommen müssen. Und so fällt leider auch oft der abrupte Schluss einer eigentlich ganz guten Geschichte aus. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und es kommt ein Ende, dass mir den Lesegenuss wieder nimmt.

Auch hier unterscheidet sich „Heiß“ von den meisten anderen Büchern. Ich hatte das Gefühl, am Anfang der Geschichte einzutauchen, und wollte am Ende gar nicht mehr auftauchen. Wenn ich ein Buch zuklappe und mich regelrecht ausgeschlossen fühle, dann war es richtig gut. Und so war es auch mit „Heiß“ - ich habe es nun vor über drei Wochen ausgelesen und habe immer noch dieses Gefühl von „Ausgeschlossen-Sein“.

Meine Bewertung zu diesem Lesegenuss hat so lange gedauert, weil ich mir den Kopf zerbrochen habe, wie ich diesem tollen Buch und seinem wunderbaren Autor gerecht werden kann. Nun denke ich, dass ich den beiden mit meinen Worten nie gerecht werden kann und habe einfach drauf los geschrieben und kann nur hoffen, dass meine Begeisterung zum Ausdruck kommt und viele neugierig auf dieses einzigartige Buch werden.

Ich lese nicht nur gerne, sondern ich liebe auch Reisen. Vielleicht kennen viele von Ihnen, dass man in jedem Urlaub Dinge findet die man liebt, und manches hat einem in einem anderen Urlaub besser gefallen. In einem Hotel hat das Essen besser geschmeckt, in einem anderen Hotel war das Zimmer schöner und in wieder einem anderen Hotel hat der Strand besser gefallen.

So ähnlich geht es mir oft bei Büchern. Bei „Heiß“ allerdings ist wirklich alles genau so, wie ich es mir bei einem richtig guten Buch wünsche. Eine andere Leserin hat in ihrer Rezension geschrieben, dass „Heiß“ ihr persönlicher Familienvirus geworden ist. Sie, ihr Mann und auch ihr Sohn waren begeistert. Das zeigt, dass Gerd Schilddorfer es geschafft hat Frauen, Männer und junge Menschen für sein Buch zu begeistern.

Ich habe mir überlegt, ob es ein Gegenmittel für diesen Virus geben kann und bin zu der Erkenntnis gelangt, dass es nur eins in Frage kommt: der nächste Schilddorfer !!!!

Wie alle Fans von Gerd Schilddorfer warte ich nun gespannt bis endlich „Still“ auf den Markt kommt und ich endlich wieder eintauchen darf.

Zu „Heiß“ gebe ich nicht nur eine Leseempfehlung ab, sondern es ist einfach ein Lese-Muss.

Leider gibt es nicht so viele Sterne, wie ich gerne vergeben möchte. Also fünf Sterne +++…"
  

Wieder ein absoluter Treffer!

Irina aus dem hohen Norden der Republik ist schon seit der Leserunde von "Falsch" dabei und inzwischen liest die ganze Familie mit, wenn sie einen meiner Thriller auf dem Nachtkästchen liegen hat. "Heiss" hat sie nun auch (nach ihrem Mann, der schneller zugegriffen hat...:=) gelesen und hier ist ihre Kritik:

"Nachdem mein Mann und ich von Gerd Schilddorfers Thriller "Falsch"  hellauf begeistert waren, warteten wir schon sehnsüchtig auf diesen zweiten Band der Reihe um den Piloten John Finch.

Kurz gesagt, wir wurden nicht enttäuscht, im Gegenteil! Auch "Heiß" ist wieder ein unwahrscheinlich spannendes Buch mit einer raffiniert aufgebauten Geschichte mit Liebe zum Detail ohne jedoch dabei langatmig oder gar langweilig zu werden.

Ein gewisses reichliches Quentchen Humor, viel Spannung, eine fesselnde, mehrsträngige Geschichte, deren Zusammenhänge sich erst nach und nach offenbaren und tolle vielschichtige Charaktere mit Ecken und Kanten und einfach viel Persönlichkeit, die dem Leser auch lange nach dem Beenden des Buches im Gedächtnis bleiben, machen dieses Buch aus.

Es ist schwierig, den Inhalt anzureissen, ohne zu viel zu verraten, darum möchte ich dafür lieber auf den Klappentext verweisen, als hier lange herumzudrucksen.

Wer das Buch liest und "Falsch" noch nicht gelesen hat, sollte allerdings gewarnt sein: Es gibt Anzeichen dafür, dass die Lektüre dieser Bücher zu einem "Schilddorfer-Virus" führt, anders kann ich mir nicht erklären, warum kurz nach dem Lesen von "Falsch" auch die Bände der "Ewig"-Trilogie ihren Weg in unser Bücherregal gefunden hatten.

Man kann dieses Buch auf zwei Arten lesen: Einmal liest man es als spannenden Abenteuer-Schmöker und genießt einfach nur den ausgefeilten Schreibstil und die fesselnde Handlung oder man kann sich die ganzen Elemente und Motive, die hier  verarbeitet wurden, auch näher angucken.
In dem Fall wird man mit einer Fülle interessanter Informationen belohnt, die einen auch dazu bringen, sich mit einigen im Buch erwähnten Punkten über die Lektüre des Buches hinaus näher zu befassen, da Gerd Schilddorfer hier etliche Fakten eingearbeitet hat, die es wert sind, sie noch einmal näher zu betrachten.
Wie auch immer man das Buch liest - es ist ein Gewinn!"

Heiß, der Titel ist Programm

Fredhel ist eine der letzten der LB-Leserunde, die ihre Rezension eingestellt hat. Sie hat "Heiss" sehr aufmerksam gelesen, das Buch auf Urlaube mitgenommen und sich wirklich Zeit gelassen mit der Geschichte um das Grab Alexanders. Hier nun ihre Buchbesprechung, die sie unter fünf Sterne stellte:

"Es ist schier unmöglich, die Handlung eines so umfangreichen und komplexen Romans wieder zu geben, ohne die Spannung zu verderben oder zu viel zu verraten. Grob gesagt geht es um ein großes Geheimnis, das im Jahr 1314 seinen Ursprung nimmt. Lawrence von Arabien versuchte es zu entschlüsseln. Er reiste deswegen in den Hindukusch in geheimer Mission, wo er den aussterbenden Stamm der Kalash erforschte. In der Gegenwart gibt es einen kleinen Kreis von Leuten mit weitreichenden Befugnissen, der die Hand nach diesem Geheimnis ausstreckt. Dabei wird skrupellos über Leichen gegangen.

Kommissar Thomas Calis in Berlin will diese Verbrechen in Deutschland aufklären, im Hindukusch versucht es Chief Salam, der sofort auf die Abschussliste gerät. Seine Familie und Freunde werden getötet, doch der alte Haudegen Finch -vielen bekannt aus dem Vorgängerband "Falsch"- gibt sein ganzes Können, um Salam zu retten.

Gerd Schilddorfer nennt sich Imagineer. Nicht zu Unrecht, denn wer sein Buch liest, vor dessen Augen entstehen malerische Landschaften im Großformat. Das Geheimnis zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch und wird von verschiedensten Blickwinkeln beleuchtet. Der Leser beobachtet Frank Majors bei seiner fanatischen Suche während des 2. Weltkrieges, aber genauso schnell findet er sich wieder bei einem privaten Sammler in Frankfurt in der Gegenwart oder er sieht einen Assassinen im Mittelalter durch die Wüste reiten. Jeweils im spannendsten Moment wechselt der Schauplatz und somit ist das Buch eine atemlose Reihung von Geschichten an unterschiedlichen Orten und in weit auseinander liegenden Epochen. Die große Auflösung erfolgt allerdings erst auf den letzten Seiten, alle Handlungsstränge verflechten sich wundersam zu einem großen Ganzen.

Die Protagonisten sind allesamt eigenwillige Charaktere, mit Ecken und Kanten, und selbst kleine Figuren sind sorgfältig modelliert, wie zum Beispiel die Möhrensaft trinkende Professorin Siegberth. Es wird mit viel trockenem Wortwitz geschrieben, Gespräche spannend wiedergegeben, Landschaftsbeschreibungen regen die Phantasie an und Actionszenen lassen den Funken überspringen.

Man merkt, mir hat da Buch ausgesprochen gut gefallen, ich werde es immer weiterempfehlen. Viele Rezensenten ziehen den Vergleich mit Dan Brown. Dem kann ich so gar nicht zustimmen, wenn überhaupt rücke ich das Werk in die Nähe von Ken Follett, aber genau genommen ist ein Schilddorfer ein Schilddorfer und damit einzigartig."

Wow, wie schön, so etwas zu lesen. Herzlichen Dank!

Sonntag, 6. Oktober 2013

Unterhaltsam und anspruchsvoll

"Mit "Heiß" hat Gerd Schilddorfer das zweite Abenteuer rund um den Piloten John Finch erschaffen.Die Geschichte ist in mehrere Handlungsstränge unterteilt, wobei die einzelnen Unterkapitel meist nur wenige Seiten lang sind und häufig mit einem Cliffhanger enden. Dies sorgt natürlich zum einen dafür, dass man als Leser bei der Stange bleibt und immer wieder gespannt wartet wie die Story weitergeht. Zum anderen ergab sich dabei noch der schöne Nebeneffekt, dass die Handlung sehr schnell vorangetrieben wurde und man nicht Gefahr lief sich in endlosen Kapiteln zu verlieren."

So beginnt "Quasselstrippe" ihre Rezension zu John Finchs neuestem Abenteuer. Und nein, sie macht ihrem Nickname keine Ehre - sie kommt kurz und präzis zur Sache:

"Zum Stichwort Gefahr sei gesagt, dass es davon in "Heiß" absolut nicht mangelt. Egal ob der Autor seine Protagonisten in Berlin, Frankfurt, Kairo, Pakistan oder London agieren lässt; die Bösewichte lauern überall und lassen weder den Protagonisten noch dem Leser viel Zeit zum Luftholen. Der gesamten Handlung merkt man an, dass Gerd Schilddorfer schon weit gereist ist und sich viel mit den historischen Hintergründen seiner Reiseziele beschäftigt hat.

Von der Vielfalt der Themen bzw. Thesen und den historischen Fakten, die in dem Buch angesprochen werden, waren mir einige ganz fremd und bei anderen ist es dem Autor mit einem "schlichten" Thriller durchaus gelungen mich neugierig zu machen und zu weiteren Recherchen über die  Hintergründe anzuregen.

"Heiß" konnte also neben dem hohen Unterhaltungswert erfreulicherweise dazu beitragen, meine Allgemeinbildung zu verbessern. Mehr kann man sich von einem Lesevergnügen ja gar nicht wünschen.

Gerd Schilddorfer ist für mich eine echte Neuentdeckung auf dem deutschsprachigen Thrillermarkt. Wer gut recherchierte Abenteuerthriller à la Dan Brown mag, der wird "Heiß" lieben.

Eine Verfilmung wäre toll."

:=)) Ach ja, das finde ich auch....wo sind die Produzenten geblieben??

Ein spannender und anspruchsvoller Thriller...

Silencia hat in der Leserunde von "Was liest Du?" nicht nur fleissig gepostet, sondern war von Anfang an dabei. Am Wochenende hat sie ihre Rezension eingestellt und - "Heiss" hat ihr Spaß gemacht, was mich wiederum sehr freut..:=)

" Inhalt
Ein sagenumwobenes Grab, ein totes Mitglied der Kalash im Hindukusch und ein ermordeter Pförtner bei Siemens in Berlin. Drei Ereignisse, die auf den ersten Blick so gar nichts miteinander zu tun haben. Während Kommissar Calis in Deutschland dem Mord auf den Grund geht, muss der pakistanische Chief Salam um sein Leben fürchten, weil er zu viel gesehen hat. Dazu noch ein tollkühner Pilot, der jeden Auftrag annimmt und eine Prise Geheimdienst.....

Meine Meinung
Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wie ich diese Rezi anfangen soll. Denn Gerd Schilddorfer hat mich mit diesem Buch geflasht. Obwohl hier 700 eng beschriebene Seiten Lesestoff vorhanden sind, hat man als Leser permanent das Gefühl, nur die Essenz aus einer eng gestrickten und weitläufigen Geschichte vor sich zu haben.

Am Anfang war ich etwas erschlagen von den vielen Infos und den total unterschiedlichen Handlungssträngen. Man lernt sämtliche Figuren sehr genau kennen, erfährt so einiges aus ihrer Vergangenheit und aus deren Seelenleben. Dazu kommt noch ein gewaltiges Maß an Geschichte, welches der Autor geschickt in Szene setzt und mit den aktuellen Ereignissen verwebt. Ich war wirklich begeistert von der Fülle an Infos, die ein unglaubliches Maß an Recherchearbeit voraussetzen.

Der Schreibstil ist direkt. Ohne große Umschweife kommt Schilddorfer zum Punkt und beschreibt die vielfältige Umgebung dennoch so detailreich, dass ich das Gefühl hatte, tatsächlich dabei zu sein.
Die Charaktere sind vielseitig, interessant und plastisch. Sie sind glücklicherweise frei von Klischees, auch wenn sie ab und an knapp daran vorbeischrammen. Durch eine ordentliche Prise Humor wir der doch sehr ernste Stoff gut aufgelockert und entlockt dem Leser mit Sicherheit den ein oder anderen Lacher.

Fazit
Ich bin ehrlich begeistert von diesem Buch. Es ist trotz der 700 Seiten an keiner Stelle langatmig. Durch die ausführlichen geschichtlichen Hintergründe, die sehr interessant geschildert wurden, die spannenden (Verfolgungs-) Jagden und die witzigen Sequenzen ist dieser Thriller mit jedem Wort unterhaltsam. Dennoch war er nichts zum nebenher lesen. Durch die Vielfältigkeit und die Dichte musste ich schon aufmerksam lesen, um nicht die Hälfte zu verpassen.

Absolute Kaufempfehlung."

Danke und - ich würde mich freuen, Dich bei der nächsten Leserunde  wieder dabei zu haben..:=)