Donnerstag, 19. November 2020

Digitale Reiter der Apokalypse

Martin alias Maddinliest ist spät gestartet, hat aber dann dafür umso schneller gelesen...:=) Er war vom Tartarus Projekt fasziniert, hat immer wieder nachrecherchiert und dann mit Erstaunen festgestellt, wie nah mein Thriller an der Realität ist. Hier ist seine Rezension:


Der Journalist und nicht sehr erfolgreiche Autor Michael Landorff genießt eine Einladung, die er sich selbst eigentlich gar nicht erklären kann. Er kennt niemanden auf der Party, selbst den Gastgeber nicht, und das kulinarische Angebot ist ausgesprochen gut. Das Ganze endet aber in einem Fiasko, denn der Gastgeber wird am Ende der Feier brutal gefoltert und ermordet. Was steckt hinter dem Tod des neureichen Unternehmers und warum war Michael Landorff eingeladen? Er vermutet einen tieferen Sinn dahinter und macht sich auf die Suche nach den Hintergründen der Tat. Dabei erhält er Unterstützung von einer jungen Frau, die ebenfalls überraschend Gast der Party war und nach den ersten Erkenntnissen ahnt Landorff, dass er auf eine äußerst brisante Story gestoßen ist...

Der Autor Gerd Schilddorfer hat bereits einige Thriller geschrieben, die ihm viele gute Bewertungen und eine kleine Fangemeinde eingebracht haben. "Das Tartarus-Projekt" ist mein erstes Buch von ihm und ich war sehr gespannt auf diesen Thriller. Schilddorfer hat mich schnell mit seinem temporeichen und sehr lebendigen Schreibstil in den Bann gezogen und sein Hauptprotagonist Michael Landorff konnte bei mir schnell einige Sympathie-punkte sammeln. Es machte sehr viel Spaß, ihn auf seiner abenteuerlichen Tour durch die Geheimdienstwelt zu begleiten. Der Spannungsbogen wird mit dem grausamen Tod des reichen Unternehmers zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die ereignisreichen und mit überraschenden Wendungen gespickten Recherchearbeiten auf einem hohen Niveau gehalten. Das fulminante Finale kann dann noch einmal mit einem guten Plot überzeugen und rundet die raffiniert konzipierte Geschichte gelungen ab. Hervorragend gefallen haben mir die sehr gut recherchierten Hintergrundinformationen, die den Thriller in ein erschreckend realistisches Gewandt gepackt haben.

"Das Tartarus-Projekt" ist für mich ein sehr gut gelungener Thriller, der mich dank seiner brisanten Thematik und dem Erzähltalent des Autors noch eine Weile nachdenklich zurückgelassen hat. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

 

Donnerstag, 12. November 2020

Spannend bis zur letzten Seite

 KatharinaJ liest seit Jahren in meinen Leserunden mit, sie gehört sozusagen zu meinen Stammlesern...:=) Auch wenn diesmal das Abenteuer etwas kurz geraten war (für Katharinas Geschmack) war sie vom Tartarus Projekt begeistert. Hier ist ihre Rezension:


Eine Einladung auf eine Party der Münchener Schickeria.
Ein grausam ermordeter Gastgeber.
Ein Schriftsteller und eine Pokerspielerin auf tödlicher Spurensuche.
Genau das sind die Zutaten mit denen uns Gerd Schilddorfer auf ein neues, rasantes aber leider ungewohnt kurzes (300 Seiten) Abenteuer mit nimmt.
 

Wie man es von Gerd Schilddorfer bereits erwartet, packen eine die ersten Seiten sofort und man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
 

Diesmal im Mittelpunkt der Erzählungen sind die Geheimdienste dieser Welt und deren Wissen um die Drohnentechnologie.
 

Die verschiedenen Protagonisten sind gut ausgearbeitet und haben Biss und Witz. Die Seiten fliegen dahin und mit jedem Umblättern nimmt auch die Geschichte wieder eine unerwartete Wendung.

Für mich war „Das Tartarus-Projekt“ wieder ein absoluter Lesegenuss und ich vergebe gerne die wohlverdienten 5 Sterne.

Dienstag, 10. November 2020

„Dann war der Tod der Letzte gewesen, der zur Feier gekommen war.“

Ginnykatze liest seit Jahren mit, ist die dicken Bücher der John-Finch-Serie gewohnt, mir ihrer dramatischen Entwicklung der Geschichten, die Zeit und Raum umfassen. Sie konnte sich nicht wirklich mit den 304 Seiten des "Tartarus Projekts" anfreunden, reklamierte noch 200 mehr und war erst nach dem Showdown mit der Geschichte versöhnt. Aber, lest selbst:

 

Im Prolog erfahren wir, dass der Journalist und Autor, Michael Landorff, zu seiner eigenen Überraschung auf die angesagte High Society Party des erfolgreichen Unternehmers Gregory Winter in Grünwald eingeladen wird. Dort trifft er auf die Marketingexpertin Melissa Warttemberg, die einzige unter den Gästen, die er tatsächlich kennt. Sie ist ein Unikum, denn sie kann so viele Dinge gleichzeitig tun, dass es Michael schier zu erschlagen scheint. So erklärt sich Melissa selbst zu seiner neuen Agentin und will ihn im Handumdrehen zum Bestseller-Autor machen. Er weiß nicht was er sagen soll, lässt sich aber überrumpeln, und erinnert sich später an ihre Worte:

Seite 34: „... es ist egal, was zwischen zwei Buchdeckeln gedruckt wird, wenn es nur geschickt genug vermarktet wird?“

Als Michael die Party verlässt, weiß er nicht, was sich für ein Horrorszenario in diesem Haus ereignet hat. Der Gastgeber wurde auf brutalste Weise ermordet und dann angezündet.

Melissa wittert Stoff für einen Roman. Michael der Journalist, beginnt zu ermitteln. Dabei trifft er auf die Pokerspielerin Alexandra Buschmann, auch sie war auf die Party geladen, obwohl sie eigentlich Niemanden kannte. Was hat das zu bedeuten? Dann passiert der zweite Mord. Alexandra und Michael tun sich zusammen und versuchen, Licht ins Dunkle zu kriegen.

Dabei stoßen sie auf enormen Wiederstand und einige Leichen pflastern den Weg. Es scheint jeder Geheimdienst dieser Welt in die Morde verwickelt zu sein und dann fällt der Name „Tartrus-Projekt“.

Seite 203: "Es ist ein mörderisches Spiel und wir dachten, alle anderen am Tisch spielten fair. So ist es aber nicht.“

Von nun an ist es ein Rennen auf Leben und Tod. Michael und Alexandra wollen herauszufinden was genau dieses Projekt überhaupt ist und wer die brutalen Mörder sind.

Seite 171: „Solange wir inkognito bleiben, ist alles gut. Aber sobald wir irgendwo auffallen sind die Adler wieder in der Luft und setzen zum Sturzflug an. Schneller, als du denken kannst.“

Fazit:

Der Autor Gerd Schilddorfer nimmt uns in seinem Buch „Das Tartarus Projekt“ mit in die Welt der neuesten Drohnentechnik, künstlicher Intelligenz und der Geheimdienste dieser Welt. Das gelingt ihm recht gut, aber mir ist das alles ein wenig zu viel des Guten.

Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig lesbar. Leider trieft er manches Mal vor Sarkasmus, klingt verbittert und Berufe werden mit sehr saloppen Aussagen bezeichnet. Im Laufe des Buches ändert sich das aber.

Seite 185: „Hier wohnt er nun seit Jahren, der alte Herr, und wartet auf sein Treffen mit dem Tod.“

Die Charaktere zeichnet der Autor mit Ecken und Kanten, so sind sie sympathisch und authentisch. Mir gefiel Alexandra wirklich gut, denn sie hatte immer einen klaren Verstand und einen besonderen Blick hinter die Kulissen. Es gibt die guten und die bösen Figuren. Allesamt fügen sich in die Geschichte ein und erst am Ende stellt sich heraus, wer hier mit falschen Karten gespielt hat.

Seite 84: „Da war etwas, was im Hintergrund blieb, sich versteckte, wie unter einem Tarnmäntelchen, und sich ins Fäustchen lachte.“

Ein Spannungsbogen zieht sich durch die gesamte Geschichte. Teilweise sinkt sie ab, baut sich dann im passenden Moment wieder auf.

Ich bin wirklich hin- und hergerissen von diesem Thriller und weiß nicht so recht, wie ich ihn bewerten soll. Mir persönlich sind hier zu viele Mächte involviert. Das sprengt hier tatsächlich den Rahmen oder besser gesagt, es fehlen zu viele Buchseiten, denn bei diesen ganzen Machenschaften, Erwähnungen und Mitspielern hätte das Buch mindestens 200 Seiten mehr haben müssen. So ist es überfüllt mit Informationen, Personen, Handlungen und Eindrücken, die m.E. ein wenig mehr Raum zum Entfalten gebraucht hätten.

Ich wollte 3 Sterne vergeben, weil mich das Ende aber tatsächlich so total überrascht hat und überzeugen konnte sind es jetzt doch 4 Sterne geworden. 

Eine Leseempfehlung kommt auch von mir. 

Lest selbst, denn dies ist ganz allein meine Meinung.

  

Donnerstag, 5. November 2020

Thriller am Puls der Zeit

Gela_HK ist eine treue Leserin und hat schon einige Leserunden bestritten, hat mit John Finch und seinen Freunden mitgefiebert und so manches Abendteuer bestanden. Diesmal war sie mit Michael Landorff zwischen München und Wien, der bayrischen Provinz und den österreichischen Bergen unterwegs - und war begeistert. Hier ist ihre 5-Sterne-Rezension:


Eine Einladung zu einem VIP-Event verändert das bisher beschauliche Leben des Schriftstellers und Redakteurs Michael Landorff schlagartig. Nicht nur, dass er unerwartet zu einer überaus agilen und motivierten Agentin kommt, die ihn in die Bestsellerlisten katapultieren will, sondern er stolpert förmlich von einem Gefahrennest ins nächste. Sein Gastgeber wird am Festabend brutal ermordet, für den Schriftsteller die Gelegenheit, einen Aufklärungsroman zu schreiben. Was dann geschieht, übersteigt aber bei weitem seine Vorstellungskraft.

Gerd Schilddorfer ist mit diesem Thriller ein aktuelles Thema angegangen. Vermeintlich harmlose Drohnen in falschen Händen entpuppen sich als zukünftige Kriegsmaschinen. Kritisch, mal augenzwinkernd und immer am Puls der Zeit beschreibt der Autor ein Szenario, dass einem die Nackenhaare hochfahren lässt. Dabei wird man sofort auf die Seite der anfänglich ahnungslosen Hauptfigur gezogen. Es macht Spaß, Landorff in aberwitzigen Situationen zu begleiten. An seiner Seite ein weiterer Gast der Abendveranstaltung, die Pokerspielerin Alexandra Buschmann, die sich auch nicht erklären kann, warum sie eingeladen wurde. Als Team passen die lebendig und glaubhaft wirkenden Protagonisten sehr gut zusammen.

Eine Verfolgungsjagd mit diversen Geheimdiensten von München nach Wien führt schließlich in ein Beinahefiasko. Geschickt werden vom Autor falsche Fährten gelegt und Puzzleteile verteilt, die erst am Ende ein Bild entstehen lassen. Trotz der rasanten Handlung nimmt sich der Autor Zeit für Details, was den besonderen Charme der Charaktere ausmacht und Lesevergnügen auslöst.

Bei aller guten Unterhaltung, die dieser Thriller bietet, kommt man aber doch ins Grübeln. Ich habe häufig parallel zum Buch im Internet recherchiert, wollte mehr über künstliche Intelligenz, Drohnen und Metamaterialien wissen. Für dieses Interessewecken des Lesers mag ich die Romane von Gerd Schilddorfer sehr. Man wird neugierig über den Tellerrand zu schauen, Dinge zu hinterfragen, die sonst als Selbverständlichkeit hingenommen werden.

Auf das nächste Buch bin ich schon sehr gespannt.

Dienstag, 3. November 2020

Sie sind überall

Fünf Sterne hat buecherwurm1310 dem Tartarus Projekt gegeben und sie hat das Buch im wahrsten Sinne des Wortes verschlungen und in einem Zug durchgelesen. Sie hatte bereits einige meiner Bücher gelesen und kennt auch meine Leserunden, also wußte sie, was auf sie zukommt.:=)) Hier ist ihre Rezension und - ich mag den Titel, den sie gewählt hat, sehr....

 

Der Journalist und Autor Michael Landorff fühlt sich auf der Münchener Schickeria-Party von Gregory Winter fehl am Platz, denn er kennt niemanden. Der Gastgeber feiert den lukrativen Verkauf seines Unternehmens. Am nächsten Morgen wird Michaels Gespräch mit seiner neuen Agentin Melissa Warttemberg von Kommissar Kroning unterbrochen, der ihnen mitteilt, dass Winter brutal ermordet wurde. Landorff beschließt der Sache nachzugehen und trifft dabei die professionelle Pokerspielerin Alex Buschmann, die ebenfalls auf der Party war und niemanden kannte. Gemeinsam wollen sie der Sache auf den Grund gehen. Dabei wird es lebensgefährlich und sie wissen nicht, wem sie trauen können.

Dies ist nicht mein erstes Buch von Gerd Schilddorfer. Ich mag den Schreibstil, der gut zu lesen ist und manchmal recht sarkastisch.

Es geht relativ ruhig los, bei einer Party, auf der jeder jeden kennt, nur der Protagonist kennt niemanden. Doch schon bald geht es spannend weiter, denn der Gastgeber der Party stirbt einen ganz fiesen Tod, er wurde gefoltert und dann an der Heizung gefesselt verbrannt. Doch es bleibt nicht bei diesem einen Toten und auch Landorff kommt einmal davon. Aber ob er auch weiterhin Glück hat?

Die Charaktere sind gut und authentisch beschrieben. Bei Landorff läuft es als Autor nicht so gut und Melissa macht sich zu seiner Agentin und ihn zu einem neuen Menschen: Michel de Gilles. Der Tod Winters bringt aber eher den Journalisten Landorff in Fahrt, der sich nichtsahnend in ein gefährliches Netz aus Wirtschaftsinteressen, Geheimdienstaktivitäten und politischen Interessen begibt. Alex Buschmann unterstützt ihn und trifft dabei auf ihren Vater, mit dem sie eigentlich nichts zu tun haben will. Auch sie ahnt nicht, was auf sie zukommt, aber mit ihrem fotografischen Gedächtnis ist sie ganz hilfreich. Bei den Ermittlungen muss Michael auf alte Freunde zurückgreifen, doch wem kann er wirklich trauen?

Die Geschichte dreht sich um KI und Drohnen. Das Potenzial hierbei ist groß und die Entwicklungen sind rasant. Natürlich werden da politische und militärische Begehrlichkeiten geweckt und die Akteure sind bei der Durchsetzung ihrer Interessen nicht gerade zimperlich.

Die Spannung nimmt stetig zu und am Ende kommt es zu einem dramatischen Showdown.

Mir hat dieser unterhaltsame und fesselnde Thriller sehr gut gefallen.

 

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Tartarus ist das Ende der Freiheit

misswinniepooh ist auch nicht das erste Mal bei einer meiner Leserunden dabei. Sie ist ein treuer Fan von John Finch und hat auch das Tartarus Projekt mit viel Vergnügen gelesen, auch wenn die Runde der alten Haudegen hier nicht auftritt, sondern ihren Platz einigen jüngeren Protagonisten einräumt. Hier nun die Rezension von misswinniepooh, die als Titel einen Satz zitiert, den Anatoliy, Ex-Agent des KGB, als Charakterisierung des Tartarus Projekts verwendet - das Ende der Freiheit.

 

Der erfolgreiche millionenschwere Verkauf seiner Firma Prolicks nimmt Gregory Winter zum Anlass, die feine Münchner Gesellschaft zu einer Nobelparty einzuladen. Eingeladen ist auch der Journalist und Buchautor Michael Landorff, obwohl er den Hausherren nie persönlich begegnet ist.
Vor Ort lässt es sich Michael am Buffet gut gehen und trifft eine alte Bekannte Melissa, ihres Zeichens erfolgreiche Werbefachfrau mit eigener Agentur, die Michael und seinem neuen noch nicht geschriebenem Buch als Agentin unter die Arme greifen will.

Doch in ihr Meeting am Tag nach der Party platzt die Polizei mit der Mitteilung hinein, das Gregory Winter just in der Nacht gefoltert und brutal ermordet wurde.

Diese Nachricht wirft die sonst so coole und um keinen markigen Spruch verlegene Melissa ein wenig aus der Bahn, und auch Michael ist schockiert. Umso mehr beschäftigt ihn jetzt die Frage, warum ausgerechnet er, der Winter nicht kannte, zu dessen Party eingeladen wurde.
 

Um das herauszufinden und die Aufklärung des Mordes an Winter bietet genug Stoff für ein neues Buch und er bekommt von Melissa den offiziellen Auftrag, den Fall zu recherchieren.
Dabei stößt er auf die Profi-Pokerspielerin Alexandra Buschmann, die ebenso wie er Winter nie persönlich getroffen hatte und auch zur Party eingeladen war.
 

Doch zu welchem Zweck?

Erste Hinweise bekommt Michael ausgerechnet vom israelischen Geheimdienst Mossad. Winters Firma Prolicks hat Drohnen gebaut und verkauft und die Software dazu kam von der Firma AICT der Firma, die Alex Buschmanns Vater gehört.
 

Gemeinsam machen sich die beiden nun auf den Weg, die Hintergründe zu erforschen, nichts ahnend, dass sie nicht nur die Killer von Winter im Visier haben, sondern auch die Geheimdienste. Denn Winters Tod war nur der Anfang. Denn damit ist die Büchse der Pandora und das mörderische Spiel auf der Jagd nach dem letzten Puzzleteil des Tartarus Projekts geöffnet, für Michael und Alex wird es damit brandgefährlich.

Fazit:

Der Autor zieht den Leser ohne viel Umschweife in klarer Sprache und prägnanten Erzählstil, gespickt mit feinsinnigen schwarzem Humor in die Geschichte und damit in ein komplexes Szenario, in der brandaktuelles Thema behandelt, wird direkt hinein.

Prägnante und sympathische Figuren, dynamische Wendungen und einem Ende, bei dem keine Frage offenbleibt, garantieren spannende Lesestunden, bei denen man komplett die Zeit vergisst. 

Dienstag, 27. Oktober 2020

Rezension zu "Das Tartarus-Projekt" von Gerd Schilddorfer

Dorli war vom "Tartarus Projekt" begeistert und hat heute ihre Rezension an vielen Stellen im Internet veröffentlicht. Mich freuen die 5 Sterne ungemein, ich freu mich auch, dass sie wieder in der Leserunde dabei war und von dem neuen Thriller fasziniert war. Hier ihre Rezension:


München/Grünwald. Gregory Winter, erfolgreicher Unternehmer und Neu-Milliardär, hat zu einer Party in seine luxuriöse Villa geladen. Inmitten der hochkarätigen Gesellschaft befinden sich auch der aktuell wenig erfolgreiche Autor und Journalist Michael Landorff sowie die professionelle Pokerspielerin Alexandra Buschmann. Beide kennen den Gastgeber nicht und haben keine Ahnung, warum sie auf der Gästeliste stehen. Am Morgen nach der Feier wird Winter in seinem Arbeitszimmer tot aufgefunden – brutal ermordet. Landorff und Buschmann beginnen Nachforschungen anzustellen; sie recherchieren, stellen Fragen und suchen nach Hintergründen und Querverbindungen. Dabei geraten sie unversehens in die Welt der Geheimdienste und das Gerangel um Tartarus – einem geheimen Projekt, in dem es um die Entwicklung von KI-gesteuerten Kampfdrohnen geht…

Gerd Schilddorfer lässt diesen Thriller zunächst einmal in sehr ruhigen Bahnen verlaufen. Man bekommt unterhaltsame Einblicke in die Schickeria-Party und erlebt mit, wie Landorff von einer äußerst zielstrebigen Marketing-Agentin unter die Fittiche genommen und seine gewinnbringende Vermarktung als Autor geplant wird.

Mit Bekanntwerden der Ermordung Winters nimmt die Handlung dann Fahrt auf – die Geschichte wird Seite um Seite rasanter und spannender. Immer neue Ereignisse, Überraschungen und Wendungen halten das Geschehen lebendig und sorgen dafür, dass die Sogwirkung des Thrillers bis zum Schluss nicht abreißt.

Es gelingt Gerd Schilddorfer ganz ausgezeichnet, die Grenze zwischen dem realen Entwicklungsstand in puncto autonome Waffensysteme und Science-Fiction verschwimmen zu lassen, so dass man sich als Leser fragt, was heutzutage tatsächlich möglich ist. Es ist beängstigend, wie weit die militärische Roboterentwicklung bereits fortgeschritten ist und besonders die Vorstellung, dass diese Technologien terroristisch missbraucht werden könnten, kommt einer Horrorvision gleich.

„Das Tartarus-Projekt“ hat mir sehr gut gefallen – ein spannender Thriller, der mit einem hochbrisanten Thema und einer rasanten Handlung zu überzeugen weiß.

10 hoch minus 9

karatekadd liest Schilddorfer und vergleicht ihn mit Tom Clancy, was ich als Ehre empfinde...:=) Uwe liest schon seit Jahren Schilddorfer, hat einen regen literarischen blog und hat sich auch diesmal - kurz aber intensiv - mit dem (für meine Verhältnisse) kurzen Tartarus Projekt beschäftigt. Nachdem er bei Seite 304 eine Vollbremsung einlegen musste, hat er gestern nach Ermahnung von Parden seine Rezension geschrieben. Hier ist sie:

 

So klein und so gefährlich. Es wird noch eine Weile dauern, aber es kommt. Es kommt bestimmt. In Gestalt einer Drohne, die man nicht mehr wahrnehmen kann. Ob sie aber vom Office39 gesteuert wird?

Vor noch nicht zu langer Zeit hätte es utopisch geklungen, was uns Gerd Schilddorfer hier erzählt. Drohnen sind ja schon gegenwärtig, noch nicht ständig und überall zu sehen, aber doch vorhanden. Was wird passieren, wenn Künstliche Intelligenz dazu kommt? Wenn sich die Dinger selbst reproduzieren? In Größen von Zehn hoch Minus Neun, also im Nanobereich, wenn sich Nanobots, Naniten, selbst vermehren? Dann stehen wir nicht mehr am Eingang der Unterwelt, wo uns der Fährmann über den Styx rudert, den der ZERBERUS bewacht, dann sind wir an der tiefsten Stelle des Hades angelangt, da wo die verdammten Seelen hausen, im TARTARUS.

Als den Unternehmern Winter und Zahlmann Zweifel kommen, ist es fast schon zu spät. Können ein Journalist, eine professionelle Pokerspielerin und eine extravagante Verlegerin verhindern, dass TARTARUS zu unseren Lebzeiten Wirklichkeit wird? Zumindest der Journalist und die Pokerin, komplettiert durch einige Leute verschiedenster Geheimdienste, von denen die geneigte Leserin, der geneigte Leser nicht so schnell wissen, auf welcher Seite wer eigentlich steht.

Wenn so etwas in einem Buch vorkommt, dann könnte es sein, dass der Österreicher Gerd Schilddorfer nicht weit ist, und uns mit aktuellen Geschichten in einen Thriller eintauchen lässt, der diesmal aber etwas zu kurz geraten scheint. Verblüffender Weise geht er etwas langsam los. Die Geschwindigkeit wird erst erhöht, nachdem wir den Michael Landorff, diese Melanie ausgiebig kennenlernen konnten und nach dem Winter, der den Landdorff und die Pokerin auf eine Fete eingeladen hat, wobei er berücksichtigte... Doch halt. Gleich wird das ein Spoiler... Auf jedenfalls könnte ich für den Begriff Geschwindigkeit auch Beschleunigung nehmen, die nicht endet bis zum doppelepilogischen Bremsvorgang.

Einiges kam zu kurz: Die kleine Freundin, eine „verbummelte Studentin“, des Journalisten wird nicht so ganz ausgearbeitet. Einige Geheimdienstfiguren hätten auch ein wenig mehr Aufmerksamkeit verdient.

Eine amerikanische Drohnenpilotin, die aus der Gamerszene für die US-Luftwaffe rekrutiert wurde, weiß für ihr Alter und ihren vermuteten Dienstrang etwas zu viel, weshalb sie in einer Art Zeugenschutz steckt, das empfand ich als ein wenig überzogen. Vermutlich fällt es aber mal wieder nur spezifischen Berufen auf. Auf jedem Fall aber einem Clancy-Fan wie mir.

Wie gesagt, und ich bin nicht der Einzige, der dies meint, das Buch ist zu kurz um Schilddorfers Fabulierungsfaible voll zur Geltung kommen zu lassen. Aber es war wieder spannend und könnte Lust auf mehr machen, wobei wir hoffentlich nicht FALSCH liegen und es mal wieder HEISS wird um einen Typen namens Finch. Vielleicht überzeugen unsere Rezensionen den oder einen anderen Verlag davon, dass man diesem Wiener Autoren RAUM geben muss...

Irgendwie war TARTARUS fällig, denn zuletzt ging es um einen Schlüssel namens ZERBERUS und der schützt den Eingang zum oben erwähnten griechisch-antiken Totenreich. Nun waren wir fast schon über seine Schwelle gelangt...

Mach weiter, Gerd. Und ziehe nie in ein Haus mit der Nummer Neununddreißig.

 

Montag, 26. Oktober 2020

Toller Thriller

Vampir989 ist ein typischer Fall von "nomen non est omen". Sie ist kein Blutsauger, ganz im Gegenteil...:=) Sie liest bereits seit Jahren in den Leserunden mit und fiebert jedes Mal "dem neuen Schilddorfer" entgegen. So auch diesmal - und das Warten wurde belohnt. Hier ist ihre Rezension:

 

Klappentext:

Sind Sie sicher, dass die Fliege an der Wand tatsächlich ein lebender Organismus ist? Oder eine Mini-Drohne, die Ihnen auf Schritt und Tritt folgen kann, die Sie beobachtet und einen Strom von intimen Bildern und persönlichen Informationen in eine Cloud schickt?
Daten, die Sie erpressbar machen, berechenbar, ausgeliefert all jenen, die darauf Zugriff haben. Doch es kann noch schlimmer kommen ...
Eine feuchtfröhliche Party im Nobelvorort Grünwald bei München endet in einem Horrorszenario der Gastgeber, ein erfolgreicher Unternehmer, wird an die Heizung gekettet, verstümmelt, ermordet und angezündet. Michael Landorff, Journalist und Autor, der zu seiner eigenen Überraschung auf der illustren Einladungsliste stand, beginnt auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Dabei trifft er auf Alexandra Buschmann, eine professionelle Pokerspielerin, die ebenfalls eingeladen war, obwohl sie den Hausherrn nicht einmal kannte. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, die Hintergründe des grausamen Todes zu erforschen und geraten dabei immer tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, Wirtschaftsinteressen und politischem Kalkül. Schon bald laufen sie um ihr Leben. Denn es geht um eine weltweite Bedrohung von ungeahntem Ausmaß das Tartarus-Projekt

Meine Meinung:

Ich habe schon einige Bücher von Gerd Schilddorfer gelesen und war immer total begeistert. Deshalb hatte ich auch große Erwartungen an diese Lektüre.Und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Wieder einmal hat mich der Autor völlig überzeugt.

Der Schreibstil ist leicht, locker und flüssig. Die Seiten flogen nur so dahin. Einmal angefangen mit lesen, wollte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen.

Ich habe den Autor Michael Landorff und die Pokerspielerin Alexandra Buschmann kennen gelernt. Natürlich begleitete ich sie eine Weile bei den Nachforschungen zum Tode des Unternehmers Gregory Winter. Dabei erlebte ich viele interessante Momente.

Die Protagonisten wurden sehr gut beschrieben. Ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen. Es gab viele facettenreiche Charaktere, welche bestens ausgearbeitet wurden. Besonders sympatisch fand ich das Ermittlerteam und habe es gleich in mein Herz geschlossen. Aber auch alle anderen Personen waren interessant.

Gerd Schilddorfer hat einen sehr interessanten und spektakulären Thriller geschrieben. Er hat sich dabei mit vielen aktuellen und brisanten Themen beschäftigt und diese hervorragend in die Geschichte eingebaut. Dabei geht es um die Überwachung unseres Staates,künstliche Intelligenz,Drohnen und Geheimdienste.Auch durch die sehr guten Recherchen des Autors habe ich viele neue Informationen zu diesen Themen erhalten. Dies hat mir wahnsinnig gut gefallen.Die Handlung beginnt zunächst etwas seicht, gewinnt aber schnell an Fahrt. Es wurde sehr actionreich und abenteuerlich. Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Durch die sehr packende und fesselnde Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen. Es gab so viele atemberaubende und aufregende Ereignisse und ich durfte hautnah dabei sein.Auch durch die zahlreichen unvorhersehbaren Wendungen blieb es einfach immer total spannend.Zu keiner Zeit wurde mir langweilig.

Zudem hat der Gerd Schilddorfer auch den Humor nicht vergessen. Bei einigen Situationen konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Viel zu schnell war ich am Ende des Buches angekommen. Ich hätte noch ewig weiter lesen können. Auch der Abschluss war einfach genial.

Das Cover ist sehr gut gewählt. Es passt perfekt zu dieser Geschichte. Für mich rundet es das brillante Werk ab.

Wieder einmal hatte ich sehr lesenswerte Stunden mit dieser Lektüre und vergebe natürlich glatte 5 Sterne.

 

Sonntag, 25. Oktober 2020

Spannend, aber etwas zu kurz geraten...

 Parden hat einen eigenen Literaturblog und ist Fan der John-Finch-Abenteuer, die sich - wie die meisten wissen - so über 600 bis 800 Seiten erstrecken. Als sie dann ein Buch in der Hand hielt, das 304 Seiten hat, war sie erstmal überrascht. Dann begann sie zu lesen -- und hier ist ihre Rezension: 


Sind Sie sicher, dass die Fliege an der Wand tatsächlich ein lebender Organismus ist? Oder eine Mini-Drohne, die Ihnen auf Schritt und Tritt folgen kann, die Sie beobachtet und einen Strom von intimen Bildern und persönlichen Informationen in eine Cloud schickt? Daten, die Sie erpressbar machen, berechenbar, ausgeliefert all jenen, die darauf Zugriff haben. Doch es kann noch schlimmer kommen ...

Eine feuchtfröhliche Party im Nobelvorort Grünwald bei München endet in einem Horrorszenario – der Gastgeber, ein erfolgreicher Unternehmer, wird an die Heizung gekettet, verstümmelt, ermordet und angezündet. Michael Landorff, Journalist und Autor, der zu seiner eigenen Überraschung auf der illustren Einladungsliste stand, beginnt auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Dabei trifft er auf Alexandra Buschmann, eine professionelle Pokerspielerin, die ebenfalls eingeladen war, obwohl sie den Hausherrn nicht einmal kannte. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, die Hintergründe des grausamen Todes zu erforschen – und geraten dabei immer tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, Wirtschaftsinteressen und politischem Kalkül. Schon bald laufen sie um ihr Leben. Denn es geht um eine weltweite Bedrohung von ungeahntem Ausmaß – das Tartarus-Projekt...

Noch vor der Lektüre habe ich nicht schlecht gestaunt. Ein Roman von Gerd Schilddorfer - und dann gerade einmal etwas über 304 Seiten? Da bin ich anderes gewöhnt: die Thriller um den Abenteurer und Piloten John Finch haben 600 Seiten und mehr, und interessante und verzweigte Geschichten erzählen kann der Autor.

Aber dieses neueste Werk von Gerd Schilddorfer hat eben nichts mit John Finch zu tun - dies ist ein Stand-Alone, zumindest voraussichtlich. Ich war sehr gespannt, ob ein Fabulierer wie dieser Autor sich wirklich gelungen auf eine solch geringe Seitenzahl reduzieren kann. Gerd Schilddorfer selbst bezeichnet diesen Thriller quasi als 'Kurzgeschichte'...

Im Mittelpunkt des Geschehens steht der Journalist und Autor Michael Landorff, der zu Beginn der Erzählung ein wenig deprimiert und resigniert wirkt, weil er derzeit beruflich wenig erfolgreich ist und mit den Verlagen hadert. Zu seiner Überraschung wurde er zu der Party eines schwerreichen Unternehmers eingeladen, den er nicht einmal kennt. Aber das Catering ist hervorragend, die Spirituosen hochkarätig, was will man mehr?

Mit dem Ende der Party hätte allerdings niemand gerechnet: der Gastgeber wird brutal ermordet, die Hintergründe erscheinen mehr als mysteriös. Landorff stößt auf einen weiteren Partygast, den der Unternehmer ebenfalls unbekanntermaßen eigeladen hatte: Alexandra Buschmann, eine professionelle Pokerspielerin. Beide versuchen herauszufinden, was der Grund für ihre Einladung gewesen sein könnte. Ahnte der Gastgeber, dass er ermordet werden würde?

Landorffs Spürsinn und Buschmanns analytischer Blick fördern nach und nach einige unglaubliche Erkenntnisse ans Licht. Dabei erscheinen manche Hintergründe wie aus einem Science-Fiction-Roman - sind es aber nicht. Wenn man die gängigen Suchmaschinen bemüht, bekommt man Erstaunliches zu lesen - und kann Angst bekommen. Was heute schon Realität ist oder kurz davor scheint es zu werden - unfassbar.

Gerd Schilddorfer ist bekannt dafür, meist weniger bekannte historische Gegebenheiten in spannende Abenteuerromane zu verweben. Diesmal hält er sich an aktuelle Entwicklungen bzw. technische Möglichkeiten, die drohen, den Menschen eines Tages überflüssig zu machen. Das hat mir beim Lesen an der ein oder anderen Stelle reichlich Unbehagen eingeflößt. Aber was hätte man hier schönreden können?

Ein wenig hat dies für mich das Lesevergnügen getrübt, das ich ansonsten hatte. Denn nach einem behäbigen Einstieg - eine langweilige Party der Münchner Schickeria und Highsnobiety halt - nimmt der Thriller bald schon an Fahrt auf. Über mangelnde Action braucht man sich hier jedenfalls nicht zu beklagen, Geheimdienste treten hier en masse auf, und gefährliche Situationen gibt es an jeder Ecke.

Die kleinen Schwächen des Thrillers - die Ermittlungen reduzieren sich für mein Empfinden zu sehr auf bloße Gespräche mit den Geheimdiensten, die erstaunlich auskunftsfreudig sind, und das Verhalten einzelner Charaktere erschließt sich nicht schlüssig, weil die Hintergrundinformationen fehlen - schiebe ich tatsächlich auf die für diese Geschichte schlussendlich doch geringe Seitenzahl des Buches. Dadurch bedingt blieben letztlich auch einige Fragen offen, die ich gern beantwortet gehabt hätte.

Aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Alles in allem bietet der Thriller spannende Lesestunden mit einem interessanten, wenn auch beängstigendem Hintergrund. 

Spannung, Action, Humor - eine unterhaltsame Mischung, die mir gut gefallen hat. Danke dafür!

Donnerstag, 22. Oktober 2020

Das Tartarus Projekt - der Hölle entstiegen

Leseratz_8 ist zu einem fixen Bestandteil der Leserunden der vergangenen Jahre geworden. Sie war dabei auf der Jagd nach den Milliarden der alten Männer in "Falsch", nach dem Grab Alexanders des Großen in "Heiss", nach dem Schatz der Templer im "Nostradamus Coup" und nach einem Schiff voller Opium aus der kolonialen britischen Vergangenheit im "Zerberus Schlüssel". Diesmal wartete kein John Finch Abenteuer auf sie, sondern ein Thriller der etwas anderen Art.....


Ein neuer Schilddorfer ist erschienen, kürzer und anders. Üblicherweise schmeißt uns der Autor in die Geschichte und entlässt uns am Ende einer Achterbahnfahrt erschöpft und staunend. Hier beginnt alles ganz anders. Der Autor und Journalist Michael Landorff, der über seinen Ärger mit Verlagen und Agenten nachdenkt, trinkt sich die Party schön, denn er weiß nicht wie er überhaupt zu dieser Einladung gekommen ist. Zum Glück ist eine Freundin, Chefin einer Werbeagentur, auch da, sie rückt ihm den Kopf zurecht und erklärt sich zu seiner neuen Agentin... Lustig beschrieben, leicht zu lesen, entspannend und unterhaltsam. Doch nach den ersten 50 Seiten bleibt einem das Lachen im Hals stecken, denn jetzt ist der Gastgeber tot, grausam ermordet und es bleibt nicht bei dieser einen Leiche. Landorff beginnt mit eigenen Nachforschungen und stößt auf Unglaubliches. Und damit beginnt die Achterbahnfahrt für den Leser doch noch...

Hier liegt ein Buch vor, wie es aktueller nicht sein kann. Ganz nah an der Realität, kaum Exkurse in die Geschichte und je weiter man in der Geschichte voran kommt, um so realer wird die Bedrohung. Im Vergleich zu den anderen Büchern des Autors, sehr dicht und nur auf ein Thema fokussiert. Wie schon das Cover verdeutlichen soll - leider nicht so deutlich, wie ich es mir wünschen würde - geht es um Drohnen. Doch nicht um das Kinderspielzeug oder die Kamera-(Spanner)-drohne des Nachbarn, sondern um Drohnen für militärische und geheimdienstliche Zwecke.

Ich hatte das Glück, das Buch in einer Leserunde zu lesen und so durch den Autor mit zusätzlichen Informationen versorgt zu werden. Aber auch jeder andere Leser kann mit Recherchen im Netz die Aktualität prüfen. Und als während des Lesens in den Nachrichten die Information über bewaffnete Drohnen für die Bundeswehr und Drohnen für die Polizei in NRW verbreitet wurden...

Wie immer ist das Buch gut lesbar, sehr informativ und zum Nachdenken anregend. Schilddorfer erzählt und man ist gefesselt, will wissen, wie es weitergeht und plötzlich vergisst man die Zeit. Ich glaube, ein größeres Kompliment kann ich einem Autor nicht machen. Vielen Dank für die spannenden, informativen Stunden und bitte, bitte mehr davon.

Fazit: Ein Thriller wie er sein soll, ohne vordergründige Gewaltszenen und mit viel Informationen. Jedem Fan des Genres uneingeschränkt zu empfehlen.

Rasante Geschichte mit aktuellem Hintergrund

Gise ist das erste Mal bei einer meiner Leserunden dabei und für sie war daher alles neu - der Schreibstil, die Art, meine Geschichten zu erzählen, die "nichts ist so wie es scheint"-Momente. Aber - wie es aussieht - hat sie es nicht bereut, das Tartarus-Projekt gelesen zu haben und ich hoffe, sie ist bei der nächsten Leserunde wieder dabei. Hier ihre Rezension:


Nach einer feuchtfröhlichen Party wird der Gastgeber ermordet aufgefunden. Der Journalist und Autor Michael Landorff war selbst Gast bei dieser Party, auch wenn er den Gastgeber gar nicht kannte. Nun beginnt er zusammen mit der professionellen Pokerspielerin Alexandra Buschmann die Hintergründe zu der grausamen Tat zu ermitteln – und stößt dabei auf ein Dickicht aus Geheimdiensten, Wirtschaftsinteressen und politischem Kalkül. Dass sie dabei selbst in Gefahr geraten, ahnen die beiden zu dem Zeitpunkt noch gar nicht…

Ein langsamer Einstieg in die Geschichte lässt dem Leser erstmal die Gelegenheit, die Figuren der Geschichte sowie einen kleinen Teil der Hintergründe kennnenzulernen, danach aber gewinnt die Erzählung an Fahrt, bis sie kaum noch zu stoppen scheint. Der subtile Humor des Autors Gerd Schilddorfer wird dabei gut ergänzt von seinen akribischen Recherchen zum Thema Künstliche Intelligenz, der Leser wird gut ins Thema eingeführt (und dazu animiert, sich gerne über das Buch hinaus damit zu beschäftigen). Da stellt sich sowohl den Protagonisten wie auch dem Leser schnell die Frage, wem und was man hier trauen kann. Das Tartarus-Projekt, auf das die beiden Ermittler stoßen, ist brandgefährlich: für Alex und Michael wie für die gesamte Menschheit. Was am Anfang klar erschien, darf mehrmals neu überdacht werden, nichts ist so, wie es auf den ersten Blick erscheint. 

Der Showdown beantwortet nicht nur alle noch offenen Fragen, sondern birgt mehr Überraschungen als scheinbar auf die Seiten des Buches passen: ein passender Schluss für eine rasante Geschichte mit topaktuellem Hintergrund.

Für mich ist dieses Buch rundum gelungen und hat mich neugierig gemacht auf die weiteren Bücher des Autors. Deshalb empfehle ich es unbedingt weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Mittwoch, 21. Oktober 2020

Das Tartarus Projekt

 AmberStClair hat heute morgen in der Leserunde ihre Rezension gepostet und ich hab mich sehr darüber gefreut, dass ihr das Tartarus Projekt so gut gefallen hat. Sie hat die Geschichte genossen, sich über die beiden Haupt-Protagonisten gefreut und hat mitgefiebert auf der Suche nach der Lösung.


Klappentext:

Sind Sie sicher, dass die Fliege an der Wand tatsächlich ein lebender Organismus ist? Oder eine Mini-Drohne, die Ihnen auf Schritt und Tritt folgen kann, die Sie beobachtet und einen Strom von intimen Bildern und persönlichen Informationen in eine Cloud schickt?
Daten, die Sie erpressbar machen, berechenbar, ausgeliefert all jenen, die darauf Zugriff haben. Doch es kann noch schlimmer kommen ...
 

Eine feuchtfröhliche Party im Nobelvorort Grünwald bei München endet in einem Horrorszenario der Gastgeber, ein erfolgreicher Unternehmer, wird an die Heizung gekettet, verstümmelt, ermordet und angezündet. Michael Landorff, Journalist und Autor, der zu seiner eigenen Überraschung auf der illustren Einladungsliste stand, beginnt auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Dabei trifft er auf Alexandra Buschmann, eine professionelle Pokerspielerin, die ebenfalls eingeladen war, obwohl sie den Hausherrn nicht einmal kannte. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, die Hintergründe des grausamen Todes zu erforschen und geraten dabei immer tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, Wirtschaftsinteressen und politischem Kalkül. Schon bald laufen sie um ihr Leben. Denn es geht um eine weltweite Bedrohung von ungeahntem Ausmaß - das Tartarus-Projekt


Meine Meinung:

Der Autor hat eine fesselnde, spannende und interessante Geschichte geschrieben, mit starken Charakteren, die gut herüber kommen. Eine sehr gute Recherche hat er gemacht, so dass man das Ganze gut nachvollziehen konnte. Es geht um Drohnen Technologie und um Geheimdienste, was sehr gut dargestellt worden ist. Für mich ein großartiger Thriller den man sehr gut lesen konnte. Mit Humor und Sarkasmus wird diese Geschichte erzählt und doch ist es ein ernstes Thema.

Der Autor und Journalist Michael Landdorff , sowie die Pokerspielerin Alexandra Buschmann sollen einen Mord aufklären. Als sie auf einer Party eines erfolgreichen Unternehmers eingeladen werden, sind sie die Einzigen die dort keinen kennen. Kurz darauf wird dieser Unternehmer auf brutalste Art und Weise ermordet. Jetzt beginnt der Wettlauf mit der Zeit und beide, Michael sowie auch Alex, müssen um ihr Leben bangen.

Alles scheint nicht so zu sein, wie es ist und Freunde sind plötzlich Feinde. Oder doch nicht? Denn der Autor hat es so geschickt geschrieben das man nicht dahinter gestiegen ist und zum Schluß sehr überrascht war, aber zum Positiven. 

Wahre Gegebenheiten werden mit ausgedachten Szenen vermischt. Einfach eine sensationelle Geschichte die einem in Atem hält.

Dienstag, 20. Oktober 2020

Höllenritt

 

Walli007 hat beim Tartarus Projekt eines besonders vermisst - weitere 300 Seiten..:=) Sie meinte "für einen Schilddorfer doch tatsächlich etwas kurz" und damit sprach sie auch vielen anderen Teilnehmern der Leserunde aus der (literarischen) Seele. Walli007 stellte heute ihre Rezension ein und HIER ist sie:


Der Industrielle Gregory Winter wird, kurz nachdem er sein Unternehmen sehr erfolgreich verkauft hat, brutal ermordet. Es geschah nach einer Party, zu der auch der momentan nicht ganz so erfolgreiche Autor Michael Landorff eingeladen war. Dessen neue Agentin Melissa, die manchmal zu dem Schluss kommt, nur ein toter Autor könne für Auflagen sorgen, gibt Landorff den Auftrag, Nachforschungen zu dem Mord anzustellen und dann ein Buch darüber zu schreiben. Landorff, der überrascht war, auf der Gästeliste zu stehen, weiß zunächst nicht, wo er anfangen soll. Wie auch ein Polizist beginnen würde, sucht er die Menschen aus dem näheren Umfeld des Toten auf.


Bei seinen Untersuchungen trifft Landorff auf die professionelle Pokerspielerin Alexandra Buschmann. Beide waren zu der Party eingeladen, obwohl sie keinen Bezug zu dem Gastgeber hatten. Wurde ihr Zusammentreffen absichtlich herbeigeführt? Jedenfalls ergänzen sich Landorffs journalistische Fähigkeiten mit der exakten Beobachtungsgabe und dem analytischen Denken Buschmanns, die immerhin von ihrem Spiel leben kann. Michael Landorffs Traum von einer großen Veröffentlichung, kann in Erfüllung gehen, wenn er und Alexandra es schaffen, die Suche nach dem Täter lebend zu überstehen. Das stellt sich als schwieriger heraus, als geahnt, denn es gibt Beteiligte, die ihre Motive um jeden Preis verdecken wollen.


Ein Abenteuer mit ordentlich Thrill. Wenn man andere Bücher des Autors kennt, weiß man, dass beste Unterhaltung garantiert ist. Es fängt recht harmlos an, da der Protagonist erstmal eingeführt wird: Ein Autor, der um die nächste Veröffentlichung kämpft und es dabei nicht leicht hat. Und eben dieser Autor gerät in eine brisante Ermittlung, bei der der Todesfall nur der Ausgangspunkt zu einer größeren Sache ist. 

Mit seinen neuen Hauptpersonen Michael Landorff und Alexandra Buschmann hat der Autor ein sympathisches Team zusammengebracht, deren abenteuerliche Ermittlung ausgesprochen packend ist. Noch im Laufe der Lektüre ist man geneigt, so einige der verwendeten Ausdrücke nachzuschlagen, um mit Erstaunen und Erschauern festzustellen, dass etliche Ansätze nicht so sehr weit hergeholt sind. Das Abenteuer nimmt seinen überraschenden Lauf und das rasant erzählte Finale lässt keine Wünsche offen.

Rasant, realitätsnah und riskant

Leserin71 gehört ebenfalls zu den "Wiederholungstäterinnen", die John Finch rund um die Welt gefolgt sind, mit ihm tief in die Geschichte eingetaucht sind und am Ende der Bücher jedes Mal festgestellt hat - was, schon vorbei? Nun, diesmal war das Tartarus Projekt angesagt, das ja "nur" 304 Seiten hat und es gab zahlreiche Kommentare in der Leserunde zu den fehlenden 500 Seiten..:=)))  Hier nun die Rezension von Leserin71, für die ich mich - wie bei allen Rezensenten - ganz herzlich bedanken möchte.


Der lang erwartete neue Thriller von Gerd Schilddorfer hat es wieder in sich. Der Journalist Michael Landorff wird nach einer Nobel-Party der Münchener Schickeria in die Ermittlungen im Mordfall des grausam getöteten Gastgebers hineingezogen. Als er dann schließlich untertauchen muss, weiß er nicht mehr, wem er noch vertrauen soll bzw. wer aus seinem Umfeld das nächste Opfer sein wird.

Meine Meinung:

Gerd Schilddorfer hat hier wieder einen erstklassig recherchierten Thriller geschrieben. Das Thema Daten und ihre Verwendung in künstlicher Intelligenz ist sehr aktuell, aber auch verstörend.

Nach einem langsamen Anfang mit vielen Details nimmt die Geschichte schnell Fahrt auf und wird so rasant, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Gut, dass es am Ende wenigstens noch zwei Epiloge zum Sammeln und Bündeln der Gedanken gibt. Wie bei den anderen Büchern des Autors, z. B. die John-Finch-Reihe, werden auch hier wieder viele Details am Ende wichtig und die losen Fäden zu einer Erzählstrang geflochten. Der intelligente Leser, der gerne auch etwas dazulernen will, ist hier definitiv gefragt.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung - nicht nur für Schilddorfer-Fans.

Freitag, 16. Oktober 2020

Irismaria ist von Anfang an bei den Abenteuern von John Finch und den alten Haudegen dabeigewesen, hat alle Leserunden mitgemacht und jedes Mal viel eingebracht. So hat sie es sich auch beim Tartarus-Projekt nicht nehmen lassen, Michael Landorff und Alexanra Buschmann auf ihrem Weg zu begleiten. Und wie ich ihrer Rezension entnehmen kann, hat es ihr Spaß gemacht. Und sie sieht bei den beiden Hauptcharakteren Potenzial für weitere Fälle. Liebe irismaria, lass das nicht den Verlag hören....


Ein topaktuelles Thema steht im Mittelpunkt des Thrillers "Das Tartarus-Projekt" von Gerd Schilddorfer, nämlich moderne Kriegsführung mit Hilfe von Drohnen. Die Geschichte beginnt aber gar nicht thrillermäßig, sondern mit einem rauschenden Fest der Münchner Schickeria bei dem Unternehmer Gregory Winter. Dort ist auch der Autor Michael Landorff eingeladen und beobachtet verwundert und amüsiert das Treiben der illustren Gäste. Michael Landorff schreibt zwar gut, aber nicht erfolgreich genug und so möchte sein Verlag ihn groß herausbringen und verpasst ihm eine neue Vita als französischen Autor Michel de Gilles. In die Planungen von Terminen mit dem Bürgermeister, die pressewirksam ausgeschlachtet werden sollen, kommt die Nachricht, dass der Gastgeber der Party noch in derselben Nacht gefoltert und ermordet wurde und es stellt sich heraus, dass das Opfer es geahnt hat und Michael bewusst auf die Party eingeladen hat. Der zweite dieser besonderen Gäste ist die Profi Pokerspielerin Alexandra Buschmann, deren Vater auch Unternehmer ist und geschäftlich mit dem Opfer in Verbindung steht. 

Michael und Alexandra nehmen parallel zur Polizei Ermittlungen auf und es entwickelt sich eine spannende Suche nach den Hintergründen der Tat. Sie geraten ins Visier von Geheimdiensten und den Tätern und müssen durch Europa fliehen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist eine spannende Geschichte mit interessanten Charakteren, einem beunruhigenden topaktuellen politischen Hintergrund und einigen überraschenden Wendungen. Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz, etwa in der Beschreibung der Münchner Schickeria oder der Vermarktungsstrategien innerhalb des Verlags. 

Die beiden Hauptcharaktere, der Autor und die Pokerspielerin, bieten Potenzial für weitere Fälle.

Dienstag, 13. Oktober 2020

Nur Fiktion?

 Was ist schon Realität, was noch Fiktion? Diese Frage hat sich isa21 gestellt, nachdem sie mit dem Tartarus Projekt fertig war und über ihre Rezension nachdachte. Und ehrlich gesagt, diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten....


Der Journalist und Autor Michael Landorff wird zu einer Party des Unternehmers Gregory Winter eingeladen, allerdings hat er keine Ahnung warum. Nachdem Winter am Tag der Party grausam ermordet wird, sieht seine Agentin Melissa Warttemberg die Chance für Michael, mit einem Buch über den Mord berühmt zu werden. Michael beginnt zu recherchieren und trifft bei der Durchsicht der Gästeliste auf Alexandra Buschmann, die Winter ebenfalls nicht kannte. Bei der Suche nach dem Motiv und Tätern finden die beiden heraus, dass es um das Projekt „Tartarus“ geht, das für Forschungen mit Drohnen und künstlicher Intelligenz steht.

Die unterschiedlichen Charaktere und die Szenen werden detailreich und bildhaft dargestellt. Der mitreißende klare Schreibstil liest sich flüssig, sowie eine Spur Humor lässt einem immer wieder schmunzeln. Die Handlung wird in einem schnellen Tempo geschildert, wobei Rückblenden und aktuelle Ereignisse diese gekonnt ergänzen. 

Die Geschichte ist nachvollziehbar, für diese hat der Autor viel und gut recherchiert. Die wissenschaftlichen Erklärungen sind verständlich und interessant eingebaut. Die Zusammenhänge werden gut miteinander verbunden und der Spannungsbogen wird mit einigen überraschenden Wendungen bis zum Ende aufrechterhalten.

Der spannende Thriller regt einen an, über den Umgang mit Drohnen und künstlicher Intelligenz nachzudenken, sowie wem man denn wirklich vertrauen kann. Auch kann man sich bei etlichen Szenen/Aussagen überlegen, ob diese schon Realität oder doch eher Fiktion sind.

Montag, 12. Oktober 2020

Viel Spannung und Action

Nachdem sie ihre Rezension geschrieben hat, hat es sich tweedledee im Kaminzimmer bequem gemacht, mit Tee und Keksen und einem zufriedenen Lächeln. Das Tartarus Projekt hat ihr gefallen und das freut mich ungemein. Schreiben ist eine einsame Tätigkeit, das habe ich schon oft gesagt. Umso schöner ist es dann, wenn man sich mit seinen Lesern austauschen kann. Noch dazu, wenn es so treue sind wie tweedledee...


Der Thriller "Das Tartarus-Projekt" beginnt mit einer Szene, mitten aus dem Leben gegriffen. Der nur mäßig erfolgreiche Schriftsteller Michael Landorff befindet sich auf einer Party, auf der die Reichen und Schönen der Münchner Schickeria vereint sind. Doch Michael weiß nicht, wieso gerade er eine Einladung bekommen hat, denn zur Münchner Schickeria gehört er definitiv nicht, und außer seiner Agentin kennt er niemanden, nicht einmal den Hausherrn. Am nächsten Tag erfährt er, dass der Gastgeber noch in der Nacht auf brutalste Weise ermordet wurde. Definitiv die Steilvorlage für sein neues Buch, so findet seine Agentin, die mit allen Wassern gewaschen ist.

Michael macht sich an die Recherche, spricht mit Angehörigen, Unterstützung erhält er von der professionellen Pokerspielerin Alexandra Buschmann, die ebenso wenig ins Bild der Partygäste passte wie er selbst. Gemeinsam kommen sie einem unglaublichen Projekt auf die Spur: Das Tartarus-Projekt.

In einem lockeren Schreibstil beginnt die Geschichte, mit spitzer Feder, Ironie und schwarzem Humor wird die Münchner Schickeria skizziert, so dass ich die Szenerie bildlich vor Augen hatte.

So geruhsam das Buch anläuft, so schnell und kontinuierlich nimmt die Story an Fahrt auf. Dem ersten Mord folgt ein nächster und Michael kommt durch seine Nachforschungen bald selbst in große Gefahr. Mit knapper Not kann er einem Anschlag entgehen. Auch wenn Michael und Alexandra der Story Stück für Stück näher kommen bleibt lange unklar, wer hinter dem Tartarus-Projekt steckt. 

Als klar ist, worum es wirklich geht setzen die beiden alles daran, das Projekt noch rechtzeitig stoppen zu können. Wird es ihnen gelingen?

Die Handlung ist hochspannend, verschiedene Geheimdieste sind mit im Spiel. Hier wird viel Action, viel Tempo und Spannung geboten. Michael aktiviert seine alten Kontakte, doch wem kann er trauen, wem nicht?

Das Thema ist absolut spannend, an dieser Art Thriller gefällt mir besonders, dass man nebenbei viele Informationen erhält und noch etwas lernt. KI und Drohnen sind der rote Faden, der sich durch die Handlung zieht.

Fazit: Super spannender Pageturner der einige Überraschungen auf Lager hat.

Spannend bis zur letzten Seite

 Kari005 ist bereits mit John Finch geflogen und hat Llewellyn über die Schulter geschaut. Diesmal ging sie mit Michael Landorff auf eine Party im Münchner Nobelvorort und verfolgte dann atemlos, wie aus dem vergnüglichen Abend ein Albtraum wurde. Hier ist ihre Rezension:


Alles beginnt mit einer feuchtfröhlichen Party, doch am nächsten Tag ist der Gastgeber tot, er wurde auf grausamste Weise ermordet. Michael Landorff und Alexandra Buschmann machen sich auf den Mörder zu finden und geraten dabei in ein Spiel der Geheimdienste. Alle sind hinter dem omniösen Tartarus-Projekt her. Nach und nach fügen sich die Puzzleteile zusammen bis es zu einem fulminanten Ende kommt.

Das Buch ist sehr spannend und am liebsten möchte man es gar nicht mehr aus der Hand legen. Auf jede Antwort folgen weitere Fragen und man beginnt auch Drohnen, Überwachung und Geheimdienste aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Weiters stellt das Buch auch die Frage, wem man hier eigentlich trauen kann und wer wie käuflich ist. Alles in allem ein gelungenes und spannendes Buch.

Spannend

SteffiGluecklederer hat zum ersten Mal bei einer meiner Leserunden teilgenommen. Ich hoffe, sie hat sich trotzdem wohlgefühlt und unter dem Titel "Spannend" hat sie heute ihre Rezension eingestellt:


Bei einer Party in München kommt jemand ums Leben. Autor Michael Landorff weiß nicht recht, warum er eingeladen wurde und beginnt zu recherchieren. Schon bald wird klar, dass sich die Entwicklungen um ihn selbst drehen. 

Ich fand den Thriller sehr spannend. Er beginnt harmlos, nimmt dann aber rasant an Fahrt auf. Die Puzzle-Teilchen werden nach und nach und sehr gekonnt dem Leser zugespielt. Die Verwicklungen gehen bis in die höchsten Kreise mit mächtigen Geheimdiensten im Hintergrund. Am Ende gibt es noch einige überraschende Wendungen, bei denen man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Der Schreibstil ist angenehm, detailliert und auch oft amüsant, was ich sehr abwechslungsreich fand. 

Ich hatte viel Spaß beim Lesen und vergebe 5 Sterne.